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Nicht endende Fehlentscheidungen
• • • • • (bewertet mit 1 von 5 Punkten)
kennzeichnen diesen Roman. Wie viele Rezensenten vor mir, habe ich " Kalte Asche" und "Chemie des Todes" gelesen, bzw. als Hörbuch gehört. Beide Romane sind als Thriller durchaus unterhaltsam, wenn sie mich auch nicht zu großer Begeisterung hingerissen haben. Diese Geschichte dagegen liest sich als endlose Folge von hirnlosen Fehlentscheidungen, die ausschließlich dazu gedacht scheinen, bereits ängstliche Frauen noch ein bißchen mehr zu erschrecken, eine überaus nützliche Tätigkeit ... Selten finden sich so viele dumme Handlungen in einer Geschichte, und der Leser fragt sich, wie es die strohdumme Heldin geschafft hat, Leiterin einer Werbeagentur zu werden. Daß nebenher wieder einmal sattsam bekannte Klischees geritten werden, macht die Sache nicht besser: Der abgelegte Liebhaber, der trunksüchtig über sie her fällt, der glatzköpfige, dafür körperbehaarte solide Ehemann der Freundin, der homosexuelle Geschäftspartner, der als einziger männlicher Akteur verlässlich ist, etc. Es sind zu viele, um sie alle aufzuzählen. Simon Beckett hat sich mit diesem Roman erfolgreich in die Gruppe der niemals wieder zu lesenden Autoren katapultiert. Glückwunsch!
Eine Rezension von leo "leonis" > Ölbronn, Enzkreis
vom 22. Juli 2010 |